Goethe-Gesellschaft im
LETTL-Museum

Wolfgang Lettl, Die italienische Reise des Adam Goethe (1982)

Goethe als heimliches Vorbild für den späten Karl May

Ein Vortrag von: Prof. Dr. Peter Hofmann

Wenige Autoren sind schon zu Lebzeiten und danach so verhunzt worden wie Karl May (1842-1912).

Der meist gelesene deutsche Dichter hat ein Werk von ozeanischen Ausmaßen hinterlassen, darunter neben den Reiseerzählungen und Fortsetzungsromanen ein Drama, Lyrik, philosophische Früh- und symbolistische Spätwerke. Sein letztes Buch ist eine unvollendete Autobiographie, die das eigene Leben in Kontrast zu Goethes „Dichtung und Wahrheit“ inszeniert.
Also Goethe mit May lesen? May mit Goethe lesen? Das geht nicht nur, sondern es hilft auch einen Autor der Jahrhundertwende zu entdecken, der an allen intellektuellen Trends seiner Zeit lesend und schreibend teilnahm.

Seine Werke verschwinden allmählich aus den Jugendbuchecken der Händler und tauchen zunehmend dort auf, wo sie hingehören: bei den „Klassikern“. Kollegen wie Ernst Bloch, Carl Zuckmayer, Werner Bergengruen und Arno Schmidt wussten das schon immer.

Weitere Informationen zur Goethe-Gesellschaft finden Sie unter: www.goethegesellschaft-augsburg.de