Goethe-Gesellschaft im
LETTL-Museum

Wolfgang Lettl, Die italienische Reise des Adam Goethe (1982)

Goethe und das „Ewig Weibliche.“

Vortragender: Dr. Bertold Heizmann

Kann man zum Thema „Goethe und die Frauen“ noch etwas Neues sagen? Der Referent geht zumindest einen eigenen Weg: Obwohl alle Begegnungen mit Frauen sich bei Goethe literarisch auf je eigene Weise niederschlugen, gibt es doch einige Grundstrukturen, denen nachzugehen sich lohnt. Dabei wird der Fehler vermieden, Biographisches und Literarisches zu vermengen: Werthers Lotte ist nicht Goethes Lotte, Suleika ist nicht Marianne Willemer usw. Und vieles, was klar zu sein scheint, hat Goethe, der „liebende Mann“, wie ihn Martin Walser nannte, charmant verrätselt. Was bedeutet die merkwürdige Formulierung „Willkomm“ (statt „Willkommen“)? Hat es Faustina wirklich gegeben? Wie hat Goethe versucht die 19-jährige Ulrike für seine Steinsammlung zu begeistern? Dies und vieles mehr wird in einem unterhaltsamen Bilderbogen präsentiert.